Chronik
Wie es dazu kam ...
Im Jahre 1973, als an die Stadtmarathons unserer Tage noch kaum jemand gedacht hat und Trainings- bzw. Wettkampfmöglichkeiten für Breitensportler gering waren, kamen Erzhäuser Läufer bei der Teilnahme am Schwarzwald-Marathon auf die Idee, einen Trainingslauf quer durch den Landkreis Darmstadt-Dieburg (von Norden nach Süden, deshalb Nord-Süd-Marathon genannt) durchzuführen.
Dieser Trainingslauf, erstmalig 1974 durchgeführt, wurde nun jeweils im Frühjahr und im Herbst mit bis zu 30 Teilnehmern durchgeführt. Die Besonderheit bei diesem Lauf liegt in der Streckenführung. Es ist ein kein Rundkurs, sondern er beginnt am nördlichsten Ende des Landkreises (in Erzhausen) und endet am südlichsten Ende des Landkreises, am Felsenmeer im Odenwald.
Weder ist eine ausreichende Streckenmarkierung vorhanden, noch wird unterwegs eine Betreuung gestellt. Für Verpflegung unterwegs und für seinen Rücktransport muss der Athlet selbst sorgen. Das und die schwere Stecke mit vielen Steigungen und schlechten Wegen, die teilweise bei Schnee und Eis zu bewältigen waren, führte zu zahlreichen Beschwerden der Teilnehmer.
Es wurde dann überlegt einen Marathonlauf im hiesigen Waldgebiet, der Koberstadt, zu organisieren, der die Schönheit der Landschaft mit den Annehmlichkeiten eines Rundkurses verbindet. Es entstand der Koberstädter Waldmarathon, der nun nicht mehr als Trainigslauf, sondern als richtiger Wettkampf, mit Unterstützung der Vereine SG Egelsbach und SV Erzhausen organisiert und durchgeführt wird.
Obwohl nun aus dem Nord-Süd-Marathon; der Koberstädter Wald-Marathon geworden war, finden sich jedes Jahr am 1ten Sonntag im April noch einige Läufer bzw. Läuferinnen, um von Erzhausen zum Felsenmeer zu laufen.
Der Marathon wurde als Lauf über 2 Runden a 21,1 Km angelegt, um Läufern/innen, die sich einen Marathon nicht zutrauen oder denen diese Distanz zu lang ist, die Möglichkeit zu geben, einen Halbmarathonlauf über nur eine Runde zu absolvieren. Der Lauf wurde auf den letzten Sonntag im August verlegt und als Volks- und Straßenlauf registriert. Da er ausschließlich über schattige Waldwege führt, ist es auch im Hochsommer angenehm kühl. In dieser Form wurde die Stecke von 1979 bis 2000 gelaufen.
An dieser Stelle darf der Motor der Veranstaltung, Horst Bernau
nicht unerwähnt bleiben,
der dem Lauf über 20 Jahre seinen Stempel aufgedrückt hat und der maßgeblich für seinen Erfolg verantwortlich war.
Die zunehmende Beliebtheit führte im Laufe der Jahre dazu, daß der Waldparkplatz mit Zelt, Meldebüro, Toiletten/Waschgelegenheit etc. zu klein wurde. Das Organisationsteam entschloss sich deshalb, ab der Saison 2001 den Start und das Ziel ins Egelsbacher Stadion zu verlegen und hofft damit für die weitere Zukunft des Koberstädter Waldmarathons gerüstet zu sein.






